01.05.2021 |Berufsschule| Verabschiedung

Der Blick nach vorne, denn die Zukunft beginnt heute

Gut vorbereitet auf das Berufsleben, in enger Zusammenarbeit mit den Betrieben und in Hinblick darauf, dass Fachkräfte immer gesucht werden, dafür gibt es Berufsschulen. Direktor Dr. Falk Hartmann hebt diesen Aspekt in seiner Ansprache anlässlich der Verabschiedung von 91 Schülern der Carl-Benz-Schule Gaggenau hervor, die am Donnerstag, den 30. Juni, in das Berufsleben entlassen wurden. Darunter befanden sich 24 Preisträger, die für herausragende Leistungen ausgezeichnet werden konnten. Ein Sozialpreis ging außerdem an Rateb Hanafi, der für seine schulischen Leistungen ausgezeichnet wurde, was deshalb bemerkenswert ist, weil er die deutsche Sprache erst mühsam erlernen musste.

 

Das Konzept von dualer Ausbildung, Schule und Betrieb, gehen in Deutschland eine enge Symbiose ein, wodurch die Verzahnung von Praxis und Theorie gefördert wird. Das ist anlässlich der letzten Monate und der sich immer wieder verändernden Pandemiesituation kaum leistbar gewesen. Zu sehr hat sich „Corona“ auch auf die Schule ausgewirkt. Doch mit einer Kombination aus flexibler Organisation, digitalem Lernen und hohem Engagement von Schülern und Lehrern konnte der Unterricht in digitaler Form und der „Werkstattunterricht“ unter Sicherheitsmaßnahmen durchgeführt werden.

 

Dass Lernen und Lehren teils zu Hause, teils in der Schule, zwar eine Herausforderung darstellt, aber sich auch meistern lässt, was an der hohen Zahl der Preisträger abzulesen ist, stellt sicher keine Selbstverständlichkeit dar. Wenn aber alle auf ein gemeinsames Ziel hinarbeiten, wird das möglich, und dieses Ziel heißt nicht nur, ein Berufsschulzeugnis in der Hand zu halten, sondern gut vorbereitet einen neuen Lebensabschnitt beginnen zu können.

 

Dass also die Verabschiedung anders verlief als gewohnt, tat der Begeisterung über die erbrachte Leistung keinen Abbruch. Wie Falk Hartmann betont, sind die Schüler durch ihre Ausbildung befähigt, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Sie können sich den angehenden Herausforderungen stellen. Und obwohl durch den letzten Ausbildungsabschnitt Veränderung und Anpassung – mit einem Wort: Flexibilität – an immer neue Situationen gefordert war, so kann diese Eigenschaft auch für das künftige Berufsleben wesentlich werden. Wir leben in einer Zeit, in der viele technische Herausforderungen gelöst werden müssen. Niemand kann sagen, wohin die Reise gehen wird. Doch eines wird immer wichtig bleiben: ein solides Fundament, um sich den technischen, gesellschaftlichen und menschlichen Herausforderungen stellen zu können. Die Carl-Benz-Schule Gaggenau ist hier sehr gut aufgestellt, mit ihren internationalen Kontakten und einem Weiterbildungsangebot bis hin zur Fachhochschulreife und dem Techniker-Abschluss. Für die Zukunft ist es für Fachkräfte wichtig, mit Industrie 4.0, Elektromobilität oder Hochvolttechnik vertraut zu sein. Das Bildungskonzept der Schule macht sich stark für die Ausbildung von Fachkräften im Bereich E-Mobilität und Digitalisierung. Damit sollen kreative und praxisnahe Lösungen jederzeit ausprobiert und erprobt werden, um Kompetenzen für die Zukunft zu vermitteln. Davon profitieren letztlich alle: die Region, die Betriebe und am Tag ihrer Abschlussfeier vor allem die 91 Absolventen.

 

Preisträger des Abschlussjahrgang:

Daimler AG Gaggenau: Sven Engler, Fabian Feger, Alexander Engelhard, Steffen Gantner, Jonas Rauprich, Steffen Schneider, Magdalena Helmstätter, Ira Hermeler, Maximilian Wilde, Hannes Wörner, Fabio Interdonato, Luca Pfeifle, Kim Oliver Steimer, Vanessa Ludwigs und Manuel Asal.

Daimler Werk Rastatt: Alexander Berndt, Calvin Weiler, Tim Gomulski.

AESSEAL: Matthias Benz.

Freiberger Lebensmittel: Adrian Diehr.

Birco GmbH: Michael Fleckenstein.

Getinge Group: Lukas Metzger, Samira Ullreich.

Agilent Technologies: Rateb Hanafi, Sozialpreis.

09.05.2021 |CBS Gaggenau| Sanierung und Digitalisierung

Umfassende Modernisierung der CBS Gaggenau in vollem Gange

Mithilfe von Bundesmitteln, der Förderung des Landes Baden-Württemberg und nicht zuletzt unseres Schulträgers, dem Landkreis Rastatt, ist es uns gelungen, unsere technische und digitale Ausstattung stark auszuweiten. 

Generell sind wir ja schon immer sehr technikaffin, aber durch Corona wurde der Trend hin zu mediengestützten Unterrichtskonzepten beschleunigt. Mit unserer digitalen Lernplattform Itslearning haben wir für uns einen starken Kooperations-partner gefunden, um Lerninhalte auch online abbilden zu können. Daneben konnten wir mithilfe des Digitalpakts weitere Laptops anschaffen, um vor allem sozial benachteiligten Schüler*innen das Lernen von zuhause aus zu ermöglichen. 

 

Neben der energetischen Sanierung, die noch in diesem Jahr beginnt, werden auch die Klassenzimmer neu gestaltet. Unsere beiden Musterklassenzimmer in zwei abweichenden Varianten standen nun mehrere Monate zur Erprobung bereit. Am Ende hat sich das Kollegium mehrheitlich für eine Variante entschieden und der Landkreis gab dafür bereits grünes Licht. Damit werden die grünen Tafeln nach und nach aus dem Schulhaus entfernt und zum einen durch interaktive Displays als auch durch weiße, beschreibbare Tafeln ersetzt. Daneben werden zwei Beamer installiert, die einen modernes und interaktives Lernangebot ermöglichen. Dadurch, dass es generell mehr Geräte im Schulalltag geben wird, muss auch die Infrastruktur angepasst werden. Der Glasfaseranschluss zum Schulgebäude liegt bereits, im Haus selbst muss er allerdings noch angeschlossen werden. Bis zum neuen Schuljahr 2021/22 soll das geschehen sein, sodass wir in absehbarer Zeit in ungeahnter Geschwindigkeit digital unterwegs sein können.

Neben neuen Fenstern und einer neuen Fassade, wird auch das Glashaus ertüchtigt und der Haupteingang neu sowie barrierefrei gestaltet. Ziel ist es, dass der Energieverbrauch spürbar sinkt und sich das Gebäude im Sommer nicht mehr so stark aufheizt. Zudem wird die bestehende Photovoltaik-Anlage auf dem Dach erweitert und die Heizungsanlage im Schulhaus erneuert.

  

Insgesamt betrachtet, wird die CBS Gaggenau in den nächsten anderthalb Jahren sowohl innen wie auch außen zum Großteil ein neues Erscheinungsbild erhalten und fit für die Zukunft sein. Natürlich wird das nicht ganz ohne Lärm, Schmutz und Einschränkungen gehen, aber auch dafür werden wir Lösungen entwickeln und weiterhin gute pädagogische Lernangebote haben.    

11.02.2021 |Fachschule| Infoabend

Infoabend für die Technikerschule und Berufskolleg in diesem Jahr digital

Die aktuelle Situation lässt es leider nicht zu, dass wir unsere Schule vor Ort zeigen können. Darum präsentieren wir uns in einem digitalen Format und stellen uns den Fragen von Interessenten der Fachschule für Technik mit den Fachrichtungen Maschinentechnik und Kfz-Technik Bereich Elektromobilität und Smart-Mobility sowie des Einjährigen Berufskollegs, welches in einem Schuljahr zur Fachhochschulreife führt.

 

Nutzen Sie die Gelegenheit und informieren Sie sich über unser Angebot und unsere Besonderheiten.

 

Wir freuen uns auf Sie!


17.12.2020 |CBS Gaggenau| Erasmus+

Austausch in Corona-Zeiten - aus der Not eine Tugend machen: Schüler und Lehrkräfte starten digitalen Erasmusaustausch mit Finnland

Da Corona auch an der CBS-Gaggenau einen Strich durch sämtliche Erasmus-Austauschaktivitäten gemacht hat und bislang keinerlei Präsenzaustausche stattfinden können, initiierten Lehrer der CBS und ihre finnischen Kollegen der Partnerschulen VARIA Vantaa sowie YLÄ-SAVON AMMATTIOPISTO Iisalmi mit fünf deutschen und fünf finnischen Schülern den ersten Online-Austausch. Die Idee von Benjamin Döhrer, ein ferngesteuertes Miniaturauto zu bauen und dieses via Internetverbindung vom Austauschpartner steuern zu lassen, wurde sofort in Angriff genommen.

Zunächst bauten die fünf deutschen Schüler ein Modellauto aus Lego-Komponenten, das dann mit einer Steuerung incl. internetfähigem Kleincomputer ausgerüstet wurde. Mit Hilfe eines Softwaretools wurde die Steuerung so parametriert, dass das Auto über eine Smartphone-App betrieben werden konnte.

Nach erfolgreichen Tests erstellten die Schüler eine Bauanleitung, die zusammen mit den erforderlichen Bauteilen zunächst an die finnische Austauschschule Varia Vantaa geschickt wurde. Unterstützt durch Videokonferenzen wurden die Baupläne erfolgreich von den finnischen Schülern umgesetzt, das Auto fertiggestellt und - der anspruchsvollere Teil des Projekts - die Steuerung parametriert. Danach konnten erste Tests durchgeführt und die Modellautos gegenseitig gefahren werden, d.h. finnische Schüler steuerten aus ihrem Klassenzimmer das Auto im Klassenzimmer der CBS. In einer weiteren Stufe soll das Lego-Modellauto nun mit professionellen Materialien nachgebaut und optimiert werden. Am Ende des Projekts steht natürlich ein deutsch-finnisches Rennen.

 

Mit am Start ist mittlerweile auch die berufliche Schule YLÄ-SAVON AMMATTIOPISTO Iisalmi, deren Lehrer und Schüler sich ebenso von der Projektidee begeistern ließen.

 

Auch die Nationale Agentur beim Bundesinstitut für Berufsbildung ist schon auf unsere Projekte aufmerksam geworden und hat darüber auf seiner Homepage als Good-Practice-Beispiel berichtet. Zur Weiterleitung  bitte hier klicken.

17.12.2020 |Berufsschule| Verabschiedung

"Nach einer Viertelstunde war alles vorbei." 98 Berufsschüler erhalten Zeugnis

„Wenigstens war es so möglich unseren Absolventen Ihre Zeugnisse zu überreichen. Wir sind sehr stolz, dass unsere Schüler so erfolgreich durch die Berufsschulabschlussprüfung gekommen sind. Und das trotz der Corona-Pandemie“, so der Schulleiter Dr. Falk Hartmann.

Dieser Jahrgang hatte gerade in seinem Abschlussjahr große Einschränkungen hinzunehmen, mussten doch schon während des Lockdowns im Frühjahr viel Präsenzunterricht und viele Prüfungsvorbereitungen ausfallen bzw. in Fernlernphasen verschoben werden. Die Schulen befanden sich zu diesem Zeitpunkt in einer Metamorphose hin zu digitalem Unterricht.

„Umso mehr freuen wir uns jetzt, dass dies alles auf den Prüfungserfolg praktisch keinen Einfluss hatte und wir im Spätjahr alle noch gut auf die Abschlussprüfung vorbereiten konnten“, so der kommissarische Abteilungsleiter Benjamin Geibel, die für die Prüfungsorganisation und -durchführung verantwortlich war.

Auf die übliche Zeremonie bei der Zeugnisausgabe musste leider verzichtet werden, aber die Schüler konnten wenigstens ihr Zeugnis unter Einhaltung aller Sicherheitsvorkehrungen in Empfang nehmen. Die Fenster waren geöffnet, es herrschte Maskenpflicht und Abstand und den zu verschiedenen Zeiten eintreffenden Schülern wurden in zugewiesenen Zimmern von den Klassenlehrern ihre Zeugnisse überreicht, leider ohne den üblichen feierlichen Rahmen. Über Lautsprecher wurde dazu die Ansprache von Direktor Falk Hartmann übertragen, in der er den Lehrern für die gute Arbeit dankte und die Schüler für ihren erfolgreichen Abschluss lobte.

Obwohl die Umstände im letzten Schuljahr nicht vorteilhaft waren, freuen wir uns über die diesjährigen Preisträger der Carl-Benz-Schule Gaggenau mit einer Abschlussnote besser als 1,8. Sie erhielten ihr Zeugnis vom Schulleiter persönlich überreicht.

Das Foto zeigt die Preisträger: Milena Spissinger, Luca-Angelo Marotta, Fabian Merkel und Felix Roth (alle: Daimler AG Gaggenau); Leo Ruckenbrod, Benedict Bräutigam (beide: Stadtwerke Baden-Baden), Steffen Diesch, Nico Martini (beide: EnBW Baden-Württemberg Rudolf-Fettweis-Werk) und Bastian Dietrich (ARKU Maschinenbau).

 

„Für viele unserer Absolventen wird dieser Abschluss eine besondere Erinnerung bleiben, gehen sie doch ab dem neuen Jahr als Facharbeiter und Gesellen in ihre berufliche Karriere über und verlassen das Schulsystem. Dafür wünschen wir ihnen alles Gute, gerade in dieser unsicheren Zeit“, konstatierte Falk Hartmann abschließend. 

25.09.2020 |CBS| Schulleiter

Dr. Falk Hartmann ist neuer Schulleiter der Carl-Benz-Schule Gaggenau

Seit diesem Schuljahr hat die Carl-Benz-Schule Gaggenau einen neuen Schulleiter. Dr. Falk Hartmann übernimmt das Amt von Volker Bachura, der an die Gewerbeschule in Bühl wechselte. Hartmann ist bereits seit 2006 an der Carl-Benz-Schule Gaggenau und war seit 2008 Fachabteilungsleiter der Berufsschule. Er studierte an der Universität Karlsruhe allgemeinen Maschinenbau und schloss danach das Studium des Gewerbelehrers für gewerbliche Schulen erfolgreich ab. Besonders die Fächer Kraftfahrzeugtechnik, Metalltechnik und Mathematik, zu welchen er dann die Lehrbefähigung erlangte, begeisterten ihn.

Für Falk Hartmann ist es wichtig, die Schüler möglichst realitätsnah auszubilden, um sie zielgerichtet und effektiv auf die berufliche Tätigkeit vorzubereiten. Mit der Umstellung der Lehrpläne der beruflichen Ausbildung auf die sogenannten Lernfelder wurde dieser Gedanke ab dem Jahrtausendwechsel realisierbar.

Unsere komplexer gewordene Welt fordert eine differenzierte Lernumgebung. Lernfelder sind dabei Werkzeuge, dieser Vielfalt zu begegnen und gleichzeitig die Eigenverantwortlichkeit der Schüler zu stärken. Das wiederum stützt sie für die stets sich wandelnden Bedingungen im Beruf und am Arbeitsmarkt, aber auch persönlich werden sie gestärkt und können sich weiterentwickeln. Lernfelder sind immer auf ein klares Ziel hin ausgerichtet, worunter auch ein Lebensziel verstanden werden kann. Um das zu realisieren, bedarf es engagierter Pädagogen und Lehrkräfte.

Für Falk Hartmann war es schon immer wichtig, in Teamarbeit und fächerübergreifend eine gemeinsame Unterrichtsplanung für ganzheitlichen Unterricht zu ermöglichen. Seine Tätigkeit im Rahmen einer Abordnung an das Landesinstitut für Schulentwicklung (heute ZSL), wo er mit der Erstellung von Handreichungen zur Umsetzung der neuen Lehrpläne betraut war, gaben ihm umfassende Einblicke in die Umsetzung dieser Lernarrangements. Das Wissen setzte er bereits in seiner Tätigkeit als Berufsschullehrer und Abteilungsleiter der Berufsschule um.

Ein weiteres Arbeitsfeld ist für ihn seit vielen Jahren die europäische Ausrichtung der Carl-Benz-Schule Gaggenau. Die Entsendung von Auszubildenden in die Partnerländer hat hier große Bedeutung, nicht nur für die individuelle Karriere des Einzelnen. sondern auch für das Zusammenwachsen des europäischen Arbeitsmarktes, der interkulturelle Kompetenz sowie gegenseitige Anerkennung von Lernleistungen und beruflichen Ausbildungen verlangt. Die Carl-Benz-Schule Gaggenau realisiert diese Gedanken durch die seit vielen Jahren gewachsenen Kontakte nach Finnland und Spanien, sowie ein reges Austauschprogramm als Partnerschule mit dem Stadtstaat Singapur. Diese Partnerschaften betreut Hartmann seit über zehn Jahren im Auftrag des Ministeriums für Kultus und Sport. Auch dort ist die Verbreitung des Lernfeldgedankens ein wichtiges Ziel, inmitten von Lehrerfortbildung und Schüleraustausch der Fachschule. Der Abschluss der Fachschule für Technik ist mittlerweile in beiden Ländern anerkannt.

Falk Hartmann gehört schon lange Jahre zur Schulleitung und hat die Schule seit seiner Tätigkeit als Abteilungsleiter mitgeprägt und technisch wie pädagogisch mitentwickelt. Dieses Konzept in die neue Phase der Digitalisierung zu überzuführen und entsprechend umzusetzen, ist ihm ein großes Anliegen, gerade in diesen turbulenten und durch die Pandemie geprägten Zeiten. All diese Schwerpunkte und Aktivitäten zeichnen die Carl-Benz-Schule Gaggenau bis heute aus, wobei Falk Hartmann seine Aufgabe auch darin sieht, dieser Ausrichtung treu zu bleiben.