25.10.2018 |Gaggenau| Landkreis Rastatt

Fussballturnier der Flüchtlingsklassen

 

Wenn der olympische Gedanke darin besteht, dass die Teilnahme wichtiger als der Sieg sein soll, dann trifft dies auf das Fußballturnier, das am Donnerstag, den 25. Oktober, im Traischbachstadion in Gaggenau zwischen 10:00 Uhr und 13:00 Uhr stattfand, gleich doppelt zu. Zum einen ging es zwar auch darum, zu gewinnen, dennoch sollte der gemeinsame Spaß im Vordergrund stehen. Zum andern zählte der olympische Gedanke: teilgenommen zu haben. Und dies um so mehr, weil sich die teilnehmenden Mannschaften aus Schülerinnen und Schüler zusammensetzten, die in sogenannten Flüchtlingsklassen an Schulen in Gernsbach, Gaggenau und Rastatt unterrichtet werden.

 

Die Schüler aus den Handelslehranstalten Gernsbach und Rastatt, der Anne-Frank-Schule Rastatt und der Carl-Benz-Schule Gaggenau trafen sich an diesem Morgen, um gegeneinander anzutreten. Jede Mannschaft musste gegen jede spielen, wobei aus organisatorischen Gründen die Carl-Benz-Schule Gaggenau zwei Mannschaften stellte.

 

Um 10:00 Uhr begann das Turnier. Den Auftakt machte die Carl-Benz-Schule 2 gegen die HLA-Rastatt. Das Spiel endete unentschieden. Schon das folgende Spiel zwischen der Carl-Benz-Schule 1 und der Anne-Frank-Schule – es endete 5:2 – vermittelte einen Eindruck davon, dass Tore zum Fußball dazugehören. Insgesamt fielen an diesem Tag 30 Tore in zehn Spielen bei fünf Mannschaften mit über 40 Spielern.

 

Auch wenn die Emotionen manchmal das fußballerische Können überstiegen, standen Spiel und Spaß an der Bewegung immer im Mittelpunkt. Die Ernsthaftigkeit, mit der die Nachwuchsspieler sich auf dem Platz präsentierten, wobei der faire Umgang ebenfalls wichtig war, macht Hoffnung auf die Zukunft. Teilweise sah man technisch hochwertigen Kombinationsfußball und so wird es nicht verwunderlich sein, wenn der ein oder andere Spieler im örtlichen Verein seinen Weg gehen wird.

 

Im Laufe des Turniers kristallisierte es sich dann heraus, dass im letzten Spiel zwischen der Carl-Benz-Schule 1 und der Carl-Benz-Schule 2 die Entscheidung fallen musste. Ein hart umkämpftes 1:0 für die Carl-Benz-Schule 2 bescherte dieser den ersten Platz und einen Gutschein in der Höhe von 100 Euro.

 

Wie im letzten Jahr lag die Organisation bei der Carl-Benz-Schule Gaggenau, namentlich bei Martina Komm und Sebastian Döhrer. Aber auch die anderen Schulen stellten Lehrkräfte, damit ein reibungsloser Ablauf gewährleistet werden konnte. Und auch für das leibliche Wohl war gesorgt. Freiwillige Helfer des VFB Gaggenau kümmerten sich darum.

 

Gewinnen ist ein Kerngedanke eines jeden Spiels. Doch, das Spiel um des Spiels willen, das Miteinander auf dem Platz und außerhalb, all das gehört zu einem solchen Turnier mit dazu. Für das nächste Jahr kann man sich nur wünschen, dass dieser Gedanke wieder aufgegriffen und in die Tat umgesetzt wird. Was kann man sich Schöneres wünschen, als dass es zwar am Ende eine Siegermannschaft geben musste, aber alle, die dabei waren, sich als Sieger fühlen durften. Oder, wie ein Schüler sinngemäß meinte, am Ende hat nicht eine Mannschaft gewonnen, sondern die Schüler und die Schule.

 

07.11.2018 |CBS| Diskussionsveranstaltung

Was uns die Gehirnforschung über die Bildung sagt - Konstruktivismus

Eingeladen sind alle an Bildung Interessierte. Es ist wie ein Krimi, was die Gehirnforschung uns über die Möglichkeiten des Lernens sagt… und fast noch spannender sind die Folgen für die Bildung

 

Termin: Mittwoch, 7. November 2018, 19.00 Uhr

Ort: Glashaus der Carl-Benz Schule, 76571 Gaggenau, Konrad-Adenauer-Str. 4

Moderator. Dr. Patrik Schneider

 

Der Pädagogische Konstruktivismus ist eine Richtung, die der gängigen Bildungstheorie zugrunde zu liegt. Er spiegelt den Zeitgeist der Postmoderne und durchzieht auch Fachdidaktiken: z.B. sowohl die Berufs-, als auch die Religionsdidaktik – also zwei auf den ersten Blick wenig verbindende Bereiche. Aber braucht es vielleicht diesen verbindenden Ansatz sogar, um künftige Generationen auf die Herausforderungen der digitalisierten Gesellschaft vorzubereiten? Sie fit zu machen, für den Umgang mit einer komplexen Technik im Horizont der Regeln einer demokratisierten und pluralen Gesellschaft mit ihrer Wertevielflat. Nach der Ausführung des Digitalexperten Professor Dr. Rupert Felder beim Politischen Feierabendgespräch im Juli diesen Jahres braucht der Arbeitnehmer von morgen gerade die Fähigkeit, die algorithmischen Regeln sinnvoll unterbrechen zu können. Doch wie entscheidet er? Rein nach ökonomischen oder auch nach moralischen und religiösen Maßstäben? Braucht es eine Bildung, in der die jungen Menschen sich ein Konstrukt aus der Welt der Technik und der Werte nicht als Gegensatz, sondern als sich ergänzende Orientierung verstehen lernen? Kann dazu der Pädagogische Konstruktivismus beitragen? Das wäre der zweite Blick, dem wir uns an dem Abend nähern wollen.

 

 

Ausgangspunkt des Pädagogischen Konstruktivismus sind die Ergebnisse der neurobiologischen Gehirnforschung: Der Mensch lernt eben meist nicht passiv das, was der Lehrer oder Betrieb will, sondern eignet sich aktiv nur das an, was er tatsächlich braucht und will. Darauf konzentriert sich der Fokus des Lernens. Kann dieses didaktischen Modell die Brücke zwischen den scheinbar nebeneinander existierenden Welten der Technik und der Werte werden? Diesen Fragen wollen wir an dem Abend mit dem bekannten Religionspädagogen und ausgewiesenen Konstruktivismusexperten, Professor Dr. Hans Mendl, nachgehen. Mendl ist seit 1999 Inhaber des Lehrstuhls für Religionspädagogik und Didaktik des Religionsunterrichts an dem Departement für Katholische Theologie der Universität Passau. Eine seiner Forschungsschwerpunkte sind Konstruktivismus-Theorien.

05.10.2018 |CBS| Erasmus+

Finnlandaustausch im Doppelpack mit Vantaa und Iisalmi

Gleich in der zweiten und dritten Woche des neuen Schuljahres fand der diesjährige Schüleraustausch mit Finnland statt, in diesem Jahr zum ersten Mal gleichzeitig in Vantaa und in Iisalmi, einer Stadt in Mittelfinnland. In Vantaa waren, wie in den Jahren zuvor, wieder acht Schüler, die an der beruflichen Schule VARIA gemeinsam mit acht finnischen Schülern die diesjährige Gruppe bildeten. Wie in jedem Jahr wurde ein Projektthema, dieses Mal der Bau einer kleinen Windturbine zur Erzeugung elektrischer Energie, umgesetzt.

 

Pasi Ruuth, einer der verantwortlichen finnischen Kollegen, hatte wieder ein umfangreiches Programm vorbereitet. So fanden Besichtigungen wie z. B. bei den Firmen Metso (Großventile für z.B. Öl- u. Gasindustrie) sowie Fazer (Schokoladen- und Lebensmittelproduktion) statt. Auch sportliche Betätigungen kamen nicht zu kurz, z.B. mit der Einladung ins Freibad (!) im Hafen von Helsinki.

 

Zwei Schüler reisten direkt von Vantaa nach Iisalmi in Mittelfinnland an die dortige Berufsschule YLÄ-SAVON AMMATTIOPISTO weiter, zu der unsere Kollegin der Carl-Benz-Schule, Frau Hoffmann, einen Kontakt aufbauen konnte. Beide Schüler, Mechatroniker von EnBW, stellten fest, dass auch in diesen nördlichen Breiten innovative Firmen angesiedelt sind, die hochqualifizierte Fachkräfte benötigen. Ausgebildet wird für Fa. Ponsse (Wald- u. Forstmaschinen), Normet (Bergbautechnik), Genelec (Lautsprechersysteme), E-Avenue (Energieverteilung) u.a. Die sehr guten Erfahrungen, die unsere Schüler dort machten, sprechen für eine Wiederholung dieses Vorstoßes in den Norden!

27.09.2018 |Gaggenau| Carl-Benz-Schule Gaggenau

"Kultusministerin Dr. Eisenmann, Landtagsabgeordnete Sylvia Felder und Landrat Jürgen Bäuerle zu Besuch in der CBS

Schon bei der Begrüßung durch Landtagsabgeordnete Sylvia Felder und den anschließenden Hinweisen von Direktor Volker Bachura auf das pädagogisch-didaktische Konzept der Carl-Benz-Schule Gaggenau wurde deutlich, dass hier innovative und zukunftsträchtige Modelle für Schule und Beruf entwickelt werden. Eines davon ist der Einstieg für angehende Kfz-Techniker in den Bereich der Elektromobilität. Die Einführung neuer Technologien benötigt Zeit. Die Industrie soll dabei eng mit den Schulen zusammenarbeiten, um gemeinsam Erfolge zu erzielen. Die produktionstechnischen Voraussetzungen der Betriebe müssen Hand in Hand mit den pädagogischen und technischen Ausbildungsmöglichkeiten der Schulen gehen. Gerade in Baden-Württemberg ist E-Mobilität ein zukunftsweisendes Thema, das große Aufmerksamkeit erfährt. Die Carl-Benz-Schule Gaggenau hat ein zweijähriges Ausbildungssystem für E-Mobilität in Verbindung mit Kfz-Technik eingerichtet. Damit diese innovative Unterrichtsform greifen kann, bedarf es ausreichend Zeit. Diese Zeit, so Kultusministerin Eisenmann, wird der Carl-Benz-Schule Gaggenau eingeräumt. Sie sei überzeugt, dass der Aufbau des schulischen Bereiches der E-Mobilität erfolgreich sein wird.

 

Auch bei der Besichtigung des Fachbereichs Hochvolt-Technik, wo der Umgang mit Elektrofahrzeugen, deren Wartung und Reparatur, sowie die Aspekte Sicherheit und Gefahren für angehende KfZ-Schüler behandelt werden, zeigte sich Susanne Eisenmann beeindruckt. Sie wies darauf hin, dass die zukunftsträchtige und nachhaltige Ausbildungsform Unterstützung findet und dass dazu auch gehöre, eine geringere Klassengrößen für eine gewisse Zeit zu tolerieren. Man müsse Bewusstsein für die neue Technologie schaffen. Das bedürfe Zeit, so Susanne Eisenmann.

 

Die exzellente Umsetzung der Vorbedingungen für E-Mobilität und Hochvolt-Technik hob die Kultusministerin ebenfalls hervor. Letztlich würde jede Kfz-Werkstätte jemanden benötigen, der sich im Bereich E-Mobilität auskennt. Dazu kämen noch Sicherheitsaspekte, die uns alle im unmittelbaren Alltag betreffen. Landrat Jürgen Bäuerle und Direktor Volker Bachura wiesen drauf hin, dass in der Carl-Benz-Schule Gaggenau auch Einsätze der Feuerwehr am Elektrofahrzeug geschult werden könnten, weil dies bei Unfällen beispielsweise eine andere Herangehensweise benötige.

 

Gerade die Schule ist als Kompetenzzentrum gefordert. So biete die Carl-Benz-Schule einen „Markt der Möglichkeiten“ rund um E-Mobilität an. Dies betone auch Kultusministerin Eisenmann, in dem sie den Spielraum der Schule für Ideen befürworte. Die internationale Vernetzung der Carl-Benz-Schule Gaggenau, hier sind Kontakte nach Fernost, USA, Europa, hervorzuheben, kämen auch der Region und dem Land Baden-Württemberg zugute. Die duale Ausbildung als Exportmodell trägt an der Carl-Benz-Schule Gaggenau Früchte.

 

Susanne Eisenmann hebt die Bedeutung hervor, dass in der Region im Bereich der E-Mobilität investiert wird und die Etablierung an der Schule nicht nur gewollt, sondern auch nachhaltig unterstützt werden wird.

 

Beeindruckt zeigte sich die Ministerin auch vom Zusammenspiel der unterschiedlichen Schularten wie BFPE (Berufsfachschule berufliche Erprobung), den sogenannten „Flüchtlingsklassen“ und dem Werkstattunterricht, den sie auch besuchte. Die praktische Ausrichtung von Schule wird hier beispielsweise an der Konstruktion eines Bambus-Bikes, einem Fahrradgestellt aus Bambus, deutlich.

 

Der Rundgang führte die Gäste noch zu einer Führung durch das Industrielabor 4.0, das im Bereich „Industrie 4.0“ neue Möglichkeiten schafft. Das Unterrichtsziel ist es bereits, den Schülern die Kompetenz zu vermitteln zur Herstellung von Produkten im Rahmen einer komplexen Produktionsvielfalt zu ermöglichen.

 

Insgesamt ein spannender Einblick in die Welt der Carl-Benz-Schule Gaggenau, deren innovative Kraft in Verbindung mit dem pädagogisch-didaktischen Konzept die Kultusministerin auch in Hinblick auf eine zukünftige Unterstützung würdigte.

 

An der einstündigen Besichtigung der Schule nahmen neben Kulturministerin Dr. Susanne Eisenmann auch Landtagsabgeordnete Sylvia Felder, Landrat Jürgen Bäuerle, Direktor Volker Bachura, .... und Lehrkräfte der Carl-Benz-Schule Gaggenau teil.

25.09.2018 |Gaggenau| Schulbereisung des Kreistags

Das Glasdach der Carl-Benz-Schule in Gaggenau ist undicht

Quelle: BNN (https://bnn.de/lokales/gaggenau/das-glasdach-der-carl-benz-schule-in-gaggenau-ist-undicht)

Architektonisch war der Bau des Glashauses in der Carl-Benz-Schule (CBS) Gaggenau Ende der 80er- Jahre der große Wurf. Auch heute noch verfehlt die Konstruktion optisch ihre Wirkung nicht – allerdings hat sie inzwischen unerwünschte „Nebenwirkungen“: Nach rund 30 Jahren ist das Glasdach an vielen Stellen undicht geworden, die Seitenwände weisen bereits Regenablaufspuren auf. Und bei stärkerem Regen werden auf dem Flur auch schon mal Eimer aufgestellt.

 

Das Problem wurde bei der Schulbereisung des Rastatter Kreistagsausschusses für Schulen und Kultur dargestellt. Landrat Jürgen Bäuerle sicherte zu, dass man sich im Landratsamt um das Thema kümmern werde. Schulbereisung – das bedeutet, der Ausschuss besucht an einem Tag unmittelbar hintereinander vier kreiseigene Schulen in Gaggenau und Gernsbach. Vor der Carl-Benz-Schule stand die Visite der Außenstelle der Ludwig Guttmann-Schule im Bad Rotenfelser Schulzentrum Dachgrub an: Sie ist mit knapp drei Jahren noch eine recht junge Schule und kooperiert mit der Erich Kästner-Schule und weiteren schulischen „Nachbarn“ in der Dachgrub. Beim Rundgang der Ausschussmitglieder standen die besonderen Raumkonzepte der Ludwig Guttmann-Schule aufgrund ihres Förderschwerpunkts im Mittelpunkt. Auch die Nutzung und Weiterentwicklung des Außengeländes war ein Thema.

 

„Fünf-Fahnen-Konzept“

Von Bad Rotenfels ging es zur CBS in die Gaggenauer Innenstadt. Schulleiter Volker Bachura wies zunächst auf die E-Tankstelle im Schulhof hin, die – im Jahr 2011 errichtet – damals zu den ersten in der Region zählte und sich heute großer Beliebtheit erfreut. Überhaupt ist Mobilität (und damit auch E-Mobilität) eines von fünf Schwerpunktthemen der Berufsschule, anschaulich dargestellt im „Fünf-Fahnen-Konzept“; die anderen vier sind die Digitalisierung mit Industrie 4.0, die Auslandsaktivitäten der Schule, das projekthafte Lernen sowie das Lernen 4.0.

 

Landrat: „Schule ist prächtig aufgestellt“

Beim Rundgang in der Kreisschule wurden auf Probleme mit dem Sonnenschutz verwiesen und die Neuanschaffungen in den verschiedenen Werkstätten vorgestellt. Betont wurde, dass die neuen Medien inzwischen auch in die Werkstätten Einzug gehalten haben. Landrat Jürgen Bäuerle sah die innovative Schule „prächtig aufgestellt“, er hob auch die Zusammenarbeit mit der finnischen Partnerstadt Vantaa hervor.

Kostenschätzung: Bis zu 850000 Euro

 

Der Wermutstropfen sind aber die eindringenden (Regen)Tropfen: Erste grobe Kostenschätzungen bewegen sich zwischen rund 200 000 Euro (für die kleine Lösung mit Erneuerung der Dichtungen) bis hin zu 850 000 Euro im Falle einer großen Lösung, falls der Austausch der Verglasung in eine energetische Sanierung eingebettet werden würde.