02.05.2018 | Gaggenau| E-Mobilität

Großes Lob von Verkehrsminister Hermann

„Ich finde es großartig, was Sie hier leisten und wie Sie Ihre Schüler auf neue Technologien vorbereiten. Diese Schule ist sehr innovativ. Sie fällt aus dem Rahmen. Ich bin beeindruckt und begeistert“, sagte der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) bei seinem Besuch in der Gaggenauer Carl-Benz-Schule (CBS), die als Vorreiter bei Berufen im Bereich der Elektromobilität gilt.

 

E-Roller getauft

Höhepunkt war die Taufe eines alten Peugeot-Rollers, den der Grünen-Landtagsabgeordnete und Sprecher für E-Mobilität, Thomas Hentschel, erst jüngst zusammen mit drei Schülern und zwei Lehrern zum E-Roller umgebaut hatte. Nachdem Hermann und Hentschel den knallgrünen „Upcycle-E-Scooter“ seiner Bestimmung übergeben hatten, wagte der Minister eine kurze rasante Probefahrt auf Hentschels Vehikel.

 

E-Mobilität seit 2009 im Lehrplan

Bei der Gesprächsrunde mit den beiden Politikern, an der als Vertreter des Landkreises (Schulträger) der Erste Landesbeamte Jörg Peter und Amtsleiter Burkhard Jung sowie als Repräsentant der Stadt Gaggenau Bürgermeister Michael Pfeiffer teilnahmen, informierte Rektor Volker Bachura über die neuesten Entwicklungen an der Schule. Dabei war zu erfahren, dass die Berufsschule, die seit 2016/17 mit ihrer „Lernfabrik“ als „Kompetenzzentrum für Industrie 4.0“ neue Maßstäbe setzt, bereits seit 2009 die E-Mobilität im Lehrplan verankert hat. Erst seit diesem Schuljahr gebe es das Unterrichtsfach „Elektromobilität“ im Rahmen der Techniker-Qualifizierung. „Wir haben es geschafft, als Pilotschule loslegen zu können. Allerdings brauchen wir pro Jahrgang 16 Schüler“, betonte Bachura. „Im Ausnahmefall reichen auch zehn“, ergänzte Jörg Peter.

 

„Industrie ist gefordert“

Nach Auskunft von Stefan Fettig, Abteilungsleiter Fachschulen und Berufskollegs, bräuchte man aber gut 20 bis 25 Leute mit Berufserfahrung im Alter von 22 bis 35 Jahren. Aktuell werde geprüft, ob die Zusatzqualifikation statt in zweijährigen Vollzeitklassen auch berufsbegleitend in Form von drei- bis vierjährigen Teilzeitlehrgängen möglich ist. Der Knackpunkt sei nämlich, dass die Unternehmen nur ungern gute Leute freistellen. „Wir müssen jetzt entscheiden, was richtig ist. Hier ist auch die Industrie gefordert“, sagte Bachura. Es gelte LuK, Bosch und Daimler mit ins Boot zu holen. Hier wolle Landrat Jürgen Bäuerle initiativ werden, verrieten die Landkreisvertreter.

 

Hermann sichert Hilfe zu

Minister Hermann sagte hinsichtlich der dauerhaften Einrichtung des Angebotes seine Unterstützung zu. Er wolle gerne helfen. Als guten Ort, sich zu präsentieren, empfahl er auf der Messe Stuttgart die „Auto, Motor und Sport i-Mobility“, die unter seiner Schirmherrschaft über nachhaltige Fahrzeuge informiert. Zu einer möglichen Patenschaft seines Ministeriums für die Berufsschule, wie sie CBS-Lehrer Benjamin Doehrer, Projektleiter E-Mobilität, ins Spiel brachte, meinte Hermann: „Wir hatten bisher noch nie eine Patenschaft für eine Schule. Aber ich nehme das gerne als Anregung mit.“ Beim Rundgang präsentierte Doehrer die bereits realisierten Umbauten oder Umrüstungen von Fahrzeugen auf E-Betrieb und informierte über das praxisnahe Lernen und Arbeiten an der CBS.

 

02.05.2018 | Gaggenau| BFPE

"Willkommen" - Sozialprojekt der Daimler AG und CBS

Gemeinsam mit Auszubildenden der Daimler Werke in Gaggenau wagten sich Schülerinnen und Schüler der Carl-Benz-Schule Gaggenau an ein eindrucksvolles Projekt. Eindrucksvoll auch deshalb, weil alle Schüler zum überwiegenden Teil Flüchtlinge sind. Sie kommen aus Afghanistan, Syrien, Eritrea, dem Kongo oder Pakistan, aber auch aus Thailand, Polen, der Ukraine und Rumänien. Allen gemeinsam ist, dass sie einen Schulabschluss an der Carl-Benz-Schule Gaggenau anstreben, um dann eine Ausbildung zu beginnen oder eine weitere Schule zu besuchen. Sie alle sollten zusammen mit Ausbildern, Auszubildenden und Lehrern ein Projekt gestalten, das unter dem Motto „Willkommen“ steht.
Ziel des Projektes ist es, die „Willkommenskultur“ auch in bildhafter Form aufleben zu lassen. So soll das Wort „Willkommen“ in verschiedenen Sprachen und Materialien abgebildet, auf eine Stellwand, Item-Wand, montiert werden. Das mehrsprachige Projekt soll auch demonstrieren, dass ein Neben- und Miteinander unterschiedlicher Menschen, Sprachen und Kulturen in einem angemessenen Rahmen möglich ist. Ein deutliches Zeichen gegen eine negative Meinungsmache und für eine positive Willkommenskultur.
Insgesamt waren es 19 Schüler, die am Montag, den 9. April, um 08:15 Uhr in den Ausbildungsräumen der Daimler AG in Gaggenau mit ihrem Klassenlehrer Wolfram Frietsch eintrafen. Begrüßt wurden sie von den Jugendvertretern der Daimler AG Denise Jusic, Alexander Fechner, Jean-Claude Sewonou und dem projektverantwortlichen Ausbilder Rolf Böttcher. Die sich daran anschließende Vorstellungsrunde wurde mit Auszubildenden des ersten Lehrjahres in Kleingruppen durchgeführt. Nach der obligatorischen Arbeitssicherheits-Unterweisung wurden die Schüler zur Einkleidung geschickt, um mit Arbeitsschuhen und Daimler-Polos ausgestattet, an einer Werkstattführung mit anschließender Einweisung in den Arbeitsplatz im Stammbereich Metall-Technik teilzunehmen. Zu den ersten Arbeiten gehörte dann ein LED-Roulette Spiel, wobei mit Löt-Kolben LED-Lichter montiert werden musste. Der erste ereignisreiche Tag ging damit zu Ende.
Der Dienstag begann mit Arbeiten an der Werkbank: Bohren, Entgraten, Anreißen, Schrauben und Gewinde schneiden. Danach wurde gefräst. Die Idee des Projekts, „Willkommen“ in verschiedenen Sprachen und Materialien abzubilden, startete nun genau hier. Durch ein aufwendiges Fräs-Programm entstand der Schriftzug „Willkommen“ in leicht geschwungener Form, gefräst in eine Kunststoffplatte. Diese bildete dann Mittelpunkt einer Item-Wand, die von den Schülern selbst montiert wurde. Hier konnten die neu erworbenen Fertigkeiten – Bohren, Schrauben und LEDs verkabeln – bereits eingesetzt werden. Die Schüler waren voll Engagement und bastelten Willkommen-Schilder aus Schweiß-Draht, die wir später ihren Platz an der Item-Wand finden sollten.
Das Projekt wurde für Donnerstag und Freitag an die Carl-Benz-Schule Gaggenau übergeben. Dort sollten weitere Schriftzüge ausgearbeitet und bereits gemachte 3D-Drucke an der Item-Wand angebracht werden.
Der technische Lehrer Christian Kutscher und Klassenlehrer Christian Luberda-Feuerberg betreuten nun die Schüler in der Carl-Benz-Schule. Unter seiner Leitung und unter Mitwirkung der Auszubildenden und weiteren Lehrer der Schule, näherte sich das Projekt der Fertigstellung. Der Donnerstag war noch der Werkstatt gewidmet, in der gebohrt, gebogen und montiert wurde. Langsam wuchs zusammen, was zusammen gehörte. Mit dem verkabelten Willkommens-Projektteil und den weiteren Schriftzügen ergab sich eine eindrucksvolle Schriftenwand, die Arbeit und Engagement der Schüler widerspiegelt. Wie Alexander Fechner betont, hatte man eine „wirklich interessierte, disziplinierte und vor allen Dingen herzliche Schüler-Gruppe erlebt, die zielstrebig und mit Begeisterung bei der Sache war“.
Eine eindrucksvolle Woche, die am Freitag den 13. April mit der erleuchteten Willkommens-Wand ihren wohlverdienten Abschluss fand und die den Schülern und Mitwirkenden sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird. Bedauert wurde, dass es nur vier Tage waren. Gerne hätte man noch länger zusammengearbeitet und gemeinsam voneinander und miteinander gelernt. Aber: Nach dem Projekt ist vor dem Projekt. „Es ist begrüßenswert“, so Schulleiter Volker Bachura, „wenn weitere solche Projekte stattfinden.“ Damit könnte auch in Zukunft die enge Zusammenarbeit des Ausbildungsbetriebes der Daimler AG und der Carl-Benz-Schule vertieft und ein Zeichen gesetzt werden, vor allem was soziales Engagement und Menschlichkeit betrifft.

02.05.2018 | Gaggenau, Vantaa | Erasmus+

Besuch der Berufsschule VARIA in Gaggenau

Vom 16. – 27. April 2018 war eine Gruppe aus sieben Schülerinnen und Schülern sowie Lehrern aus Finnland zu Gast an der Carl-Benz-Schule Gaggenau. Sie erwiderten den Besuch deutscher Schüler vom September 2017.
Die Gruppe wurde in der ersten Woche von Pasi Ruuth, Lehrer an der VARIA im Bereich Zerspanungsmaschinen und in der zweiten Woche von Kari Koskela, Lehrer an der VARIA aus der KFZ-Abteilung, begleitet. Entsprechend wurden die finnischen Schüler dann im Metall- und im KFZ-Bereich ausgebildet.
Auf dem Programm in Gaggenau standen vier ereignisreiche Tage an der Carl-Benz-Schule mit dem Schwerpunkt „Einführung in die Grundlagen der Roboterprogrammierung“. Darüber hinaus gab es eine Vorführung innerhalb der Lernfabrik im Umfeld von Industrie 4.0. Auch der Bereich Elektromobilität an der Carl-Benz-Schule wurde vorgestellt. Besonderen Spaß machten die Tests mit den E-Fahrzeugen, dem E-Motorroller sowie dem E-Cart.
An zwei weiteren Tagen waren die finnischen Schülerinnen und Schüler zu Gast im Ausbildungszentrum der Daimler-Benz-AG Gaggenau. Dort wurde ein Fräsprojekt durchgeführt. An einem Nachmittag gab es einen Abstecher ins Daimler-PKW-Werk Rastatt und bei EnBW wurde die Wasserkraftwerksanlagen sowie der Staumauer der Schwarzenbach-Talsperre besichtigt. Die Baustelle des Tunnels der Deutschen Bahn in Rastatt und weitere Besichtigungen standen ebenfalls auf dem Programm. Zum Abschluss fand ein Empfang im Landratsamt Rastatt durch Dezernent Stefan Biehl statt.
Das Austauschprogramm findet im Rahmen der Partnerschaft des Landkreises Rastatt mit der Stadt Vantaa statt, die in diesem Jahr ihr 50-jährige Bestehen feiert. Für die Teilnehmer der Carl-Benz-Schule war es bereits der 15. Austausch. Für den 16. Schüler-Austausch, der im September 2018 stattfinden wird, sind die Vorbereitungen bereits in vollem Gange.

01.05.2018 | Gaggenau | Kooperation

CBS meets Porsche Club Baden-Baden

Am 29.04.2018 fand die jährliche Ausfahrt des Porsche Clubs Baden zusammen mit fünf weiteren regionalen Porsche Clubs statt. Über 100 Fahrzeuge und über 200 Fahrer und Beifahrer trafen sich bei strahlendem Sonnenschein und bestem Fahrwetter bei der Neuen Messe in Rheinstetten.
Neben den Präsidenten und zahlreichen Mitgliedern der sechs Autoclubs, vielen Gästen und Vertretern der Presse waren als Ehrengäste der Oberbürgermeister von Karlsruhe, Dr. Frank Mentrup, der Präsident des Porsche Clubs Deutschland, Fritz Letters sowie als Sponsor der Geschäftsführer des Porsche Zentrums Karlsruhe, Herr Peter Benz anwesend. Nach einem gemeinsamen Frühstück und einigen Grußworten machten sich die Fahrer in insgesamt neun Gruppen im Abstand von 5 Minuten gemeinsam auf die schöne Strecke, die insgesamt 207 km lang war und die mit verschiedenen Zwischenstopps durch Baden, das Elsass und die Pfalz führte und als Abendziel das Technikmuseum in Speyer hatte.
Als Vertreter der Carl-Benz-Schule Gaggenau nahmen an dem Treffen der Abteilungsleiter der Fachschule, Herr StD Stefan Fettig sowie OStR Gerd Graf teil, der seit Jahren Mitglied des Porsche Clubs Baden ist. Zwischen dem Porsche Zentrum Karlsruhe und unserer Schule besteht seit einiger Zeit eine Art Kooperation mit dem Ergebnis, dass bereits einige Absolventen der Fachschule für Kfz-Technik dort ihre Technikerarbeit geschrieben bzw. nach ihrer Ausbildung eine Anstellung gefunden haben.
Herr Fettig und Herr Graf nutzten die Gelegenheit, um neue Kontakte zu Persönlichkeiten im Kfz-Bereich zu knüpfen und für das kommende Schuljahr interessante Gastdozenten im Bereich Kraftfahrzeugtechnik zu gewinnen. Ebenso wurde mit dem Geschäftsführer Peter Benz vereinbart, weiterhin Absolventen der Fachschule als künftige Mitarbeiter zu vermitteln.
Das nächste Kooperationstreffen im Jahr 2019 wird vom Porsche Club Baden-Baden ausgerichtet werden. Es ist geplant, dass Herr Fettig und Herr Graf auch dann wieder die Carl-Benz-Schule Gaggenau vertreten werden.

01.05.2018 | Gaggenau | Industrie 4.0

Gernsbacher Unternehmerforum besuchen Lernfabrik 4.0

Quelle: bnn

19.04.2018 | Gaggenau | Elektromobilität

Hentschel packt in der Werkstatt mit an

Von Ralf Joachim Kraft

 

Politiker stehen ja in dem Ruf, eher „mundwerklich“ begabt zu sein. Thomas Hentschel beweist das Gegenteil. „Ich denke schon, dass ich auch handwerklich talentiert bin. Früher habe ich gerne am Auto rumgeschraubt, an Räder traue ich mich auch heute noch ran“, erzählt der Grünen-Landtagsabgeordnete, der es am Mittwoch in der Carl-Benz-Schule (CBS) mit einem ganz anderen Vehikel zu tun bekommt.

 

Hentschel baut Roller um

Es ist 9 Uhr. In einem Werkstattraum der Schule, die als Vorreiter im Bereich der E-Mobilität gilt, hat der Politiker gerade begonnen, einen alten Roller der Marke „Peugeot Speedake“ zu einem E-Roller umzubauen, „den ich selbst finanziere und nutzen werde“.

 

Hintergrund: Einzigartig im Land

Die Carl-Benz-Schule in Gaggenau ist bislang die einzige Schule im Land, die sich mit Elektromobilität auseinandersetzt. Das Angebot E-Mobilität als Unterrichtsfach im Rahmen der Techniker-Qualifizierung existiert erst seit diesem Schuljahr. Am Montag, 30. April, wird sich Verkehrsminister Winfried Hermann von 17 bis 19 Uhr direkt vor Ort über die Schule und ihr Angebot informieren.

 

Den Umbau bewerkstelligt er nicht alleine, sondern zusammen mit den Berufsfachschülern Robin Ell (16), Nico Gerstner und Timo Kosalin (beide 17) sowie den beiden Lehrern Benjamin Doehrer und Philipp Henzler. Der eine unterrichtet Fahrzeug- und Metalltechnik, ist der Projektleiter E-Mobilität und hat das didaktische Konzept entwickelt. Der andere ist als „Technischer Lehrer Kfz“ für die Umsetzung zuständig.

 

E-Mobilität als Schulfach

„Ich unterstütze die Umrüstung alter Fahrzeuge. Mit dem Projekt will ich die dauerhafte Einrichtung des Fachs Elektromobilität an der CBS fördern“, sagt der Sprecher für E-Mobilität der Grünen-Landtagsfraktion. Motorblock, Vergaser und Luftfilter sind inzwischen abmontiert. Jetzt muss nur noch der Verbrennungsantrieb des 50-Kubik-Motorrollers durch einen E-Motor und vier Akkus ersetzt werden. Nach zweieinhalb Stunden ist das Werk vollbracht. Von der Schule geht’s direkt zur Zulassungsstelle. Noch schnell die Nummernschilder drauf. Und fertig ist die Laube.

 

Tag der offenen Labore

Nach dem Pressetermin wird an der CBS die Lernfabrik 4.0 vorgestellt. Themenschwerpunkt sei „Industrie 4.0“, berichtet Schulleiter Volker Bachura. Geöffnet sind an diesem Tag alle Labore, „die wir auch kleinen und mittelständischen Betrieben zur Verfügung stellen“, erzählt Bachura.

 

Hochmoderne Technik

Vom Hochvoltaik-Labor mit sieben Messständen, Hochvolttrainer und Ladesäule geht’s ins 3D-Druck-Labor, in dem Teile für die Handy-Produktion gedruckt und Messwerte für die gedruckten Teile via „Zugversuch“ ermittelt werden. Im Automatisierungslabor geht es um die Grundlagen der Steuerungs- und Regelungstechnik „auf Programmierebene mit strukturiertem Text“. Individuelles „Lernen 4.0“ steht in den „CP-Labs“ im Mittelpunkt, bevor schließlich in der „Lernfabrik 4.0“, wo die jungen Leute auch in Robotik geschult werden, der komplette Handy-Produktionsprozess abgebildet wird.

 

Experimentelles Lernen

In anderen Bereichen wird derweil am Beispiel Elektromobilität über praxisnahes, experimentelles Lernen für die Industrie informiert oder es werden bereits realisierte Umbauten oder Umrüstungen auf E-Betrieb präsentiert – unter anderem ein Rad, ein Roller, ein Buggy, ein Gokart, ein Smart Roadster und ein Smart-for-two für den Landkreis.

 

Quelle: BNN vom 19.04.2018

 

 

16.04.2018 | Gaggenau | Elektromobilität

Vorreiter im Bereich Elektromobilität

Quelle: Badisches Tagblatt (16.04.2018)

16.04.2018 | Italien| Erasmus+

Besuch des Istuto Principi in Modica

Erasmus+
19.03-23.03.2018
Besuch Istituto Principi Grimaldi Modica, viale degli Oleander 19, 97015 Modica

Modica ist eine Stadt im Südosten von Sizilien (Abbildung 2), und liegt in der Provinz Ragusa. Mit seinen ca. 56.000 Einwohnern wurde die spätbarocke Stadt zum UNESCO Welterbe erklärt.

Die Berufsschule Principi Grimaldi (Abbildung 1) liegt zentral zwischen der Altstadt und der etwas höher gelegenen Neustadt. Die Schule hat ca. 800 Schüler und ca. 130 Lehrer. Außerdem verfügt die Schule über ein separates Internat welches circa 50 Schüler aufnehmen kann. Das Internat bietet Schülern aus weiter entfernten Städten die Möglichkeit ihre Ausbildung an dieser Schule zu absolvieren. Die Berufsschulzeit in Italien dauert fünf Jahre. Nach der Ausbildung haben die Absolventen die Möglichkeit direkt in das Berufsleben einzusteigen oder ein Studium an einer Universität aufzunehmen.
Folgende Berufe werden an der Grimaldi ausgebildet.
•    Hotelfach und Gastronomie
•    Landwirtschaft
•    Optiker
Die Schüler müssen während ihrer Ausbildung auch einige Arbeitsstunden in Betrieben nachweisen. Im Rahmen der Ausbildung werden auch Exkursionen angeboten, wie beispielsweise der Besuch einer Kantine auf einem Schiff. Ähnlich wie in Deutschland sind die Lehrer an einen staatlichen Lehrplan gebunden. Ebenso wird der Methodenwechsel während des Unterrichts angewandt. Für die Ermittlung der Projektkompetenz bekommen die Schüler Themen, welche Sie bearbeiten und die Ergebnisse präsentieren müssen. Für die Anzahl der Klassenarbeiten gibt es ebenfalls Vorgaben. Anders als bei uns, gibt es ein Gesetz welches die Fort-und Weiterbildung für Lehrkräfte in Form eines Punktesystems regelt. In einem strukturierten Intranet können die Lehrer auf Dokumente und Formulare für den Schulalltag zugreifen. Klassenbücher sind elektronisch geführt. In der Schule werden auch Produkte produziert, die dann für Lehrer und Schüler zum Verkauf angeboten werden (Abbildung 3).

Während meines Aufenthaltes durfte ich auch am Unterricht teilnehmen. Unter anderem auch bei der Zubereitung von Gnocchi di patate in der schuleigenen Küche. Die Klasse ist während dieses Unterrichtes auf die Küche und den Servicebereich aufgeteilt. Das zuvor in der Theorie erlernte wird nun praktisch umgesetzt (siehe Abbildungen 4-5).
Die Schüler erhalten für Ihre Leistungen in den einzelnen Fächern Punkte. Die Skala geht von 1 bis 10 Punkte, wobei für das Bestehen eines Faches 6 Punkte erreicht werden müssen.

In den besuchten Klassen war auch stets ein Kind mit Betreuer (Inklusion). Beeindruckend fand ich hierbei wie sich die Mitschüler auch um diesen Mitschüler/in kümmerten.

Für den herzlichen Empfang, sowie für die Unterstützung während meines Aufenthaltes möchte ich mich bei der Schulleitung herzlich bedanken. Besonderes bedanken möchte ich mich für die gemachten Eindrücke, Erfahrungen sowie die Begleitung bei Graziella Corallo, Ute Spanrad, Vincenzo Roccasalva, Giovanni Giurdanella und Peter Irtoli.

 

Calabrese Carmelo

 

Erasmus+
19.03-23.03.2018
Visita all´Istituto Principi Grimaldi Modica, viale degli Oleander 19, 97015 Modica

Modica è una Citta a Sud-Ovest della Sicilia (foto.2 )e si trova in Provincia di Ragusa. Con i suoi 56.000 abitanti la Cittá del tardo barocco è stata nominata patrimonio mondiale dell´UNESCO

L´Istituto Professionale Principi Grimaldi (foto. 1) sita centrale tra la Cittá vecchia (Centro Storico) e la Cittá nuova (Modica alta) che si trova in alta pianura. La scuola conta 800 studenti e circa 130 docenti. Inoltre L´Istituto possiede un convitto che puó ospitare circa 50 studenti che vengono da Paesi lontani per studiare e formarsi.
In Italia il Professionale ha la durata di 5 anni. Dopo la formazione gli assolventi hanno la possibilitá di entrare direttamente nel mondo di lavoro o proseguire gli studi presso un Universitá .
L´Istituto Grimaldi offre le seguenti formazioni:
•    Ospitalitá Alberghiera e Gastronomia
•    Agricoltura
•    Ottica
Durante il percorso di formazione gli studenti devono dimostrare ore lavorative presso Aziende.
Della formazione fanno parte anche escursioni/gite come per esempio la visita in una cantina sulla nave.
Simile come in Germania i docenti si devono attenere al programma Statale. Inoltre viene attuato il metodo di cambiamento durante le lezioni.
Per la determinazione del progetto e competenze, a gli studenti vengono assegnati temi alla quale devono essere poi elaborati e presentati.
Anche per la quantita di compiti in classe esiste un regolamento. A differenza nostra, esiste una legge per i docenti/ insegnanti. Per ogni corso di formazione o aggiornamento viene assegnato un punteggio.
In un ben strutturato Intranet i docenti hanno accesso a documenti o moduli a scopi scolastici. Anche i registri sono elettronici.
Nella scuola vengono realizzati prodotti, questi vengono messi alla vendita per insegnanti e studenti.
 (Foto 3).

Durante la mia permanenza ho potuto assistere e partecipare alle lezioni.
Tra l´altro, anche nella preparazione degli gnocchi di patate nella propria cucina. Durante la lezione la classe viene suddivisa in due gruppi, cucina e servizio tavoli. Quanto imparato in precedenza teoricamente, adesso viene messo in pratica (foto 4-5).
Per tutto l´anno scolastico gli studenti prendono dei voti in tutte le materie. La scala va da 1 a 10 punti
Per essere promossi si devono ottenere almeno 6 punti per ogni materia.

In una delle classi che ho visitato c´era anche un bambino con un affidatario. È stato impressionate vedere come tutti i compagni si prendevano premurosamente cura di lui.

Per la cordiale ospitalitá , come il supporto datomi durante la mia permanenza voglio ringraziare di cuore la presidenza.
Un grazie particolare va a Graziella Corallo, Ute Spanrad, Vincenzo Roccasalva, Giovanni Giurdanella e
Peter Irtloli.

Carmelo Calabrese


21.02.2018 | Gernsbach | Industrie 4.0

Kooperationsprojekt zu Industrie 4.0 zwischen HLA Gernsbach und CBS

 

Die fortschreitende Digitalisierung in Produktion und Wirtschaft eröffnet für das Lehren und Lernen in der beruflichen Ausbildung inhaltlich und methodisch zahlreiche Chancen und Möglichkeiten. Zugleich stellt sie viele Fragen und Herausforderungen, die es aus betrieblicher wie auch aus schulischer Sicht zu beantworten gilt. Kommunikation zwischen kaufmännischen und technischen Abteilungen ist also heute wichtiger denn je. Zu wissen, was der andere meint, ist dabei keineswegs selbstverständlich. Bei industriellen Fertigungsprozessen, kombiniert mit Kundenkontakten, Auftragserfassung, Auftragsabwicklung, Lagerhaltung und Bestellwesen – also im kaufmännischen Bereich – operieren, ist die passende Umsetzung von Vorgaben Standard. Missverständnisse zwischen produzierendem und kaufmännischem Bereich sind kaum zu vermeiden. Sie behindern aber die Produktion und führen zu Fehlern. Ein Prozessmanagement, in dem Arbeitsschritte und Vorgehensweisen erfasst und standardisiert wurden, leistet nach wie vor gute Dienste. Notfalls wird auf Erfahrung und altbewährte Abläufe zurückgegriffen, die seit Jahren schon „funktionieren“. Aber wie lange noch?
Die zunehmende Digitalisierung von Arbeitsabläufen, die im Produktionsbereich durch das Schlagwort Industrie 4.0 beschrieben wird, wird weder vor Produktionsstätten noch vor Produktionsabläufen halt machen. Wer also heute schon auf eine digitale Zukunft hinarbeiten möchte, der wird sich dorthin begeben, wo Zukunft gestaltet wird, in den berufsschulischen Bereich.
Konkret ging es am Mittwoch, den 21. Februar, in einem gemeinsamen Auftakt-Workshop von Schülerinnen und Schüler der Handels-Lehranstalt Gernsbach und der Carl-Benz-Schule in Gaggenau zum Thema Industrie 4.0 und Berufsbildung 4.0. Geplant von Schülerinnen und Schülern und Lehrerenden ging es darum, Gemeinsamkeiten und Zusammenarbeit von kaufmännischen und technischen Bereichen aufzuarbeiten. So traf man sich in der HLA Gernsbach, um kaufmännische Prozessabläufen in Hinblick auf Industrie 4.0 zu reflektieren. Insgesamt waren 40 Schülerinnen und Schülern und vier Lehrer am Projekt beteiligt. Federführend für die HLA in Gernsbach war Martin Strauss und für die Carl-Benz-Schule Gaggenau Ralf Scheid.
Industrie 4.0 im praktischen Alltag bezogen auf den kaufmännischen Bereich schließt Bestellwesen, Lagerhaltung, Auftragserfassung und -abwicklung mit ein. Ziel wird es sein, diese digital zu erfassen, so dass Arbeitsschritte, die von Kaufleuten durchgeführt werden müssten, wegfallen oder mit anderen Schritten kombiniert werden.
Machen wir das anhand eines konkreten Beispiels der Bestellanforderung deutlich. Vereinfacht gesagt läuft dies so ab, dass eine Bedarfsmeldung der Produktion zu einer Bestellanforderung für den Einkauf wird. Die bestellte Ware wird nach Lieferung verarbeitet oder gelagert. Immer wieder erfolgt eine Prüfung auf Vollständigkeit durch Kaufleute, die auch für die Pflege des Warenerfassungsprogrammes zuständig sind. Der gesamte Vorgang wird manuell und unter Umständen mittels nachträglicher Dateneingabe ausgeführt. Das bedeutet, dass „noch“ Menschen und nicht Maschinen die Hauptlast tragen. Ähnliches kann für Angebotsvergleich, Kalkulation, Bestellvorgang und Logistik gelten. Auch dort trägt die Hauptlast bislang der Mensch. Dies wurde von Schülerinnen und Schülern der HLA anschaulich dargestellt und ausführlich besprochen. Danach wurden sie mit Begriff und Bedeutung von Industrie 4.0 vertraut gemacht. In einem zweiten Arbeitsschritt wurde in Kleingruppen herausgearbeitet, welche Arbeitsschritte konkret der Digitalisierung zum „Opfer“ fallen könnten. Diese Ergebnisse wurden gesammelt und im Plenum gemeinsam diskutiert. Einige der erwähnten Arbeitsprozesse werden von der Digitalisierung stärker, andere nicht so stark betroffen sein. Letztlich bedeutet dies nicht, dass der kaufmännische Bereich komplett digitalisiert wird, dennoch wird sich das Berufsbild erheblich verändern. Stellt dies eine Bedrohung des Arbeitsplatzes dar? Das kann man vermuten, nachdem die Schüler herausgearbeitet haben, dass beispielsweise zwischen Auftragserfassung und Auftragsabwicklung ca. 70 % der Arbeitsschritte digitalisiert werden könnten.
In einem nächsten Schritt galt es nun, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie man sich auf eine verändernde Arbeitswelt vorbereiten könne. Beispielsweise werden die Anforderungen und Herausforderungen wachsen, aber auch die Chancen zunehmen, ungewöhnliche Wege zu gehen. „Lebenslang lernen ...“ ist nun nicht nur ein Schlagwort, sondern gewinnt mehr und mehr an Bedeutung. Die Fähigkeiten zur Kommunikation, zur sozialen Interaktion und zur Aneignung von Wissen in einem gemeinsamen Netzwerk werden Kern-Kompetenzen sein, die vom Arbeitnehmer der Zukunft gebraucht werden. Aber auch Fantasie und Kreativität können nützlich und zielführend sein.
Der gemeinsame Arbeitstag in der HLA-Gernsbach brachte neben der Möglichkeit, die Denkweise des Andern kennenzulernen – welche Blickwinkel beispielsweise der Techniker und der Kaufmann auf den Produktionsprozess hat –, auch Impulse zum Miteinander von Industrie 4.0 und Berufsbildung 4.0. Ein gelungener Schultag, dessen Ergebnisse nachdenklich machen aber auch Chancen und Möglichkeiten der vierten industriellen Revolution aufzeigt. Eine Fortsetzung an der Carl-Benz-Schule Gaggenau ist für Ende des Schuljahres geplant. 

20.02.2018 | Gaggenau | Fachschule Elektromobilität

E-Mobilität & neue Bildungswege: 3. Infoveranstaltung

Bernhard Seiler, LUK Bühl, Teilnehmer der Infoveranstaltung. Im Vordergrund sind auch Elektrofahrzeuge zu sehen, die an der Carl-Benz-Schule umgebaut wurden.
Bernhard Seiler, LUK Bühl, Teilnehmer der Infoveranstaltung. Im Vordergrund sind auch Elektrofahrzeuge zu sehen, die an der Carl-Benz-Schule umgebaut wurden.

Am Dienstag, dem 20. Februar, hatten interessierte Schüler, Eltern, Ausbilder und Berufstätige die Möglichkeit, sich im Bereich Technik und Fahrzeugtechnik über Weiterbildungsmöglichkeiten an der Carl-Benz-Schule Gaggenau zu informieren. Es wurde die Fachschule für Technik, Bachelor Plus im Bereich KFZ und das Einjährigen Berufskolleg vorgestellt, sowie ein Blick auf die Zukunft der E-Mobilität geworfen. Bernhard Seiler von der LUK in Bühl – ein Unternehmen der Schaeffler Gruppe, einem global tätigen Automobil- und Industriezulieferer –, hielt einen eindrucksvollen Impulsvortrag über Nachhaltigkeit und Elektromobilität. Unter dem Schlagwort „Mobilität für morgen“ sprach Bernhard Seiler über die Rahmenbedingungen der anstehenden Technologiewende. Wie sieht mobile Welt nun im Jahr 2030 aus? Auch unter optimalen Bedingungen gehen Elektroautos und CO2-Ausstoß in Bezug auf Kimawandel und nachhaltiger Energieeffizienz Hand in Hand. Seiler betont, dass auch die LUK für Klimawandel und erneuerbare Energien stehe. Bis zu einer endgültigen Wende werde es aber noch „Brückentechnologien“ geben, wie beispielsweise Hybrid-PKWs. Dennoch: Elektrisches Fahren wird kommen. In China werden hierfür bereits die Weichen gestellt. Es gelte, so ist dem Vortrag zu entnehmen, sich dort zu positionieren, vor allem in Hinblick auf die weitere Entwicklung in der Automobilindustrie. Dafür werden Fachkräfte gesucht wie Mechatroniker und Elektrotechniker. Die Carl-Benz-Schule Gaggenau bildet diese Fachkräfte aus und positioniert sich als Kompetenzzentrum im schulischen Bereich für Hochvolttechnik und Industrie 4.0, beispielsweise durch das schuleigene Hochvolttechnik-Labor oder die „Lernfabrik 4.0“. Die Hochvolttechnik in seiner Anwendung auf den Fahrzeugbereich bedeutet, dass die Elektromotoren mit sehr hohen Spannungen betrieben werden. Das wiederum bedarf einer Schulung mit speziellen Anforderungen an Schüler und Lehrer. Realistisch scheint es, dass ab 2030 konventionelle Verbrennungsmotoren eine Randerscheinung sein werden und sich die neuen Technologien verfestigen und durchsetzen werden. Schon heute gilt es, sich Zusatz-Qualifikationen zu erwerben, um auch weiterhin beruflichen Erfolg zu haben. Die Carl-Benz-Schule Gaggenau bietet in ihrer „Lernfabrik“ die Möglichkeit, eine abgeschlossene Berufsausbildung im Bereich Elektro-Mobilität und damit einhergehende Weiterbildungsmöglichkeiten zu erzielen. Aktuell wird Elektromobilität im Bereich Techniker und KFZ-Technik angeboten. Dazu kommt noch Industrie 4.0, das in Bezug auf Produktion, Fertigung und Verzahnung von Informatik und Mechanik neue Maßstäbe setzt. Diese Themenbereiche wurden an der Info-Veranstaltung nicht nur theoretisch abgehandelt, sondern war mittels Vorführungen und ausführlichen Gesprächen anschaulich und praktisch erlebbar. Ein reges Interesse war bei den Anwesenden auszumachen verbunden mit der Hoffnung, dass dieser Abend für einige einen entscheidenden Schritt in Richtung Zukunft bereit hielt.

05.02.2018 | Lyon | Internationales

Baden-Württemberg auf der 22. "Mondial des Métiers" in Lyon

Das Land Baden-Württemberg nahm mit der Carl-Benz-Schule aus Gaggenau an den internationalen Berufsvorführungen im Sonderbereich „Automobil“ mit einer Gruppe von vier Auszubildenden aus dem Bereich Kraftfahrzeugtechnik sowie einem fachlichen Betreuer teil. Auszubildende aus Auvergne-Rhône-Alpes, Baden-Württemberg und aus anderen Regionen arbeiteten dabei in länderübergreifenden Teams zusammen. Am Samstag, 3. Februar, schloss sich ein interkultureller Fachaustausch mit beteiligten Ausbildern und Auszubildenden aus Deutschland, Frankreich und von der Elfenbeinküste an.
Baden-Württemberg beteiligt sich mit einem Stand und verschiedenen weiteren Aktivitäten an der Messe für Berufsorientierung und Berufsbildung „Mondial des Métiers“, die vom 31. Januar bis 4. Februar 2018 zum 22. Mal auf dem Messegelände EUREXPO in Lyon stattfand, zum 18. Mal in Folge. Dieses Engagement in Lyon gründet auf der Partnerschaft der „Vier Motoren für Europa“, die Baden-Württemberg, Rhône-Alpes, Katalonien und die Lombardei verbindet, um Europa in verschiedenen Bereichen, unter anderem Wirtschaft, Ausbildung, Forschung und Jugend, voranzubringen. Ziel der Beteiligung des Landes an der Mondial des Métiers ist es, die berufliche Mobilität von jungen Menschen in Europa sowie internationale berufliche Qualifizierung zu fördern. In einer Diskussion der Region Auvergne Rhône-Alpes stand das Thema internationale Mobilität von Auszubildenden im Vordergrund.


Bei der auf Initiative der Région Rhône-Alpes veranstalteten Mondial des Métiers handelt es sich um die bedeutendste Messe für Berufsorientierung in Frankreich, die darauf abzielt, Jugendliche und Arbeitssuchende bei ihrer Berufswahl und Karriere zu unterstützen. Über 400 Aussteller, darunter Berufsverbände, berufliche Schulen, Unternehmen sowie Bildungs- und Beratungsdienstleister, stellen 600 Ausbildungsberufe auf einer Ausstellungsfläche von 30.000 Quadratmetern vor. Rund 120.000 Besucher wurden gezählt. Aus Baden-Württemberg nehmen insgesamt 22 Personen an der Messe teil. Die Beteiligung des Landes wird durch das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg finanziert und durch Mittel der Région Rhône-Alpes unterstützt.
Die Beteiligten der Carl-Benz-Schule Gaggenau stellten insbesondere den dualen Ausbildungsberuf KFZ-Mechatroniker im Daimler-Werk in Rastatt und in der Mercedes-Vertretung Wackenhut Baden-Baden vor. Die Kfz-Delegation wurde von Bernd Schlögl geleitet.

05.02.2018 | Gaggenau | Berufsschule

Erfolgreicher Abschluss der Umschülerausbildung zum Industriemechaniker bzw. Zerspanungsmechaniker

Schon seit vielen Jahren arbeitet die Carl-Benz-Schule Gaggenau eng mit dem Berufsfortbildungswerk Sinzheim, bei der Umschulung zum Industriemechaniker bzw. Zerspanungsmechaniker zusammen.
In nur 24 Monaten absolvieren die Umschüler die 3,5 Jahre umfassende Berufsausbildung, wobei sie die gleichen Prüfungen ablegen wie die Auszubildenden in der Erstausbildung. Die Carl-Benz-Schule übernimmt bei der Umschulung den Blockunterricht in der Berufsschule.
Die Umschüler müssen sich, anders als die Absolventen der Dualen Berufsausbildung, nach der erfolgreichen Ausbildung mit ihrem Facharbeiterzeugnis auf dem freien Arbeitsmarkt um eine Stelle bewerben. Wie der Fachbereichsleiter des bfw Sinzheim, Roland Klein, mitteilte, haben alle elf Industriemechaniker und vier Zerspanungsmechaniker des Umschülerjahrgangs 2016/2018 einen Arbeitsvertrag abschließen können. Daran haben nicht zuletzt auch die mit großem Engagement in den Umschülerklassen unterrichtenden Lehrerinnen und Lehrer der Carl-Benz-Schule Gaggenau einen gehörigen Anteil.

22.12.2017 | Rastatt | VAB

"Sport verbindet": CBS erreicht 2.Platz bei Fussballturnier

Getreu dem Motto "Sport verbindet" fand unter Teilnahme mehrerer Beruflichen Schulen des Landkreises, am 19. Dezember 2017 ein gemeinsames Fußballturnier in der Sporthalle der Handelslehranstalt Rastatt statt. Ziel war es, geflüchtete junge Menschen und Schülerinnen und Schüler die in der Region schon länger verwurzelt sind, näher zusammen zu bringen. Als verbindendes Element wirkte dabei nicht nur der gemeinsame Wettkampf zwischen den einzelnen Schulmannschaften, denen auch Mädchen unterschiedlichster Herkunft angehörten, sondern ebenfalls die gemeinsame Organisation des Fußballturniers. Unter der Leitung von Frank Burkhardt und mit freundlicher Unterstützung des Schulleiters der HLA Rastatt, Bernhard Marzluf, schmierten die Schülerinnen und Schüler gemeinsam Brötchen, kreierten Verkaufsplakate und kümmerten sich um das Wohlbefinden aller Spielerinnen und Spieler. „Ein voller Erfolg“ so resümierte am Ende des Tages die Initiatorin des Turniers Martina Komm, Carl-Benz-Schule Gaggenau. „Es ist unglaublich schön zu sehen, wie Menschen die ein gemeinsamen Ziel haben, trotz aller Unterschiedlichkeiten und Barrieren, miteinander harmonieren.“ sagte sie zufrieden und zeigte sich gleich begeistert über eine Neuauflage des Turniers im neuen Jahr. Denn auch der Fußballfan kam auf seine Kosten. Die Zuschauer erlebten hochdramatische und technisch erstklassige Partien zwischen den Mannschaften der Anne-Frank-Schule Rastatt, der Joseph-Durler-Schule Rastatt, der HLA Rastatt, der Carl-Benz-Schule Gaggenau und der HLA Gernsbach. Am Ende des Tages setzte sich die erste Mannschaft der HLA Rastatt mit einem 5:2 Sieg über die Carl-Benz-Schule Gaggenau durch, und durfte sich anschließend über den Siegerpokal und einen, von den Fördervereinen der Schulen gesponserten Gutschein für ein gemeinsames Abendessen freuen, getreu dem Motto "Essen verbindet".

10.12.2017 | Gaggenau | Informationsveranstaltung zu Elektromobilität

Elektromobilität und neue Bildungswege an der CBS

Am Dienstag, dem 5. Dezember wurde Besucherinnen und Besuchern der Carl-Benz-Schule Gaggenau neben Informationen zur Fachschule für Technik, Bachelor Plus im Bereich KFZ und dem Einjährigen Berufskolleg auch ein Blick in die Zukunft der E-Mobilität gewährt. Doch der Reihe nach. Bei der Begrüßung wies Abteilungsleiter Stefan Fettig darauf hin, dass es darum gehe, eine Blick voraus auch und gerade im schulischen Bereich zu wagen, aber: „Unsere Schule stelle sich den neuen Herausforderungen der Elektro-Mobilität“.
De sich daran schließende Vortrag von Dr. Uwe Maier, Leiter Brennstoffzelle, der Firma ElringKlinger AG (Dettingen/Erms). Der informative und zukunftsweisende Vortrag über Elektromobilität und, ganz nebenbei, über die Zukunft der Verbrennungsmotoren, widmete sich, salopp gesagt, der Frage: Wohin geht die Reise?

Zuerst gilt es zu bedenken, dass Elektrofahrzeuge, gemessen am heutigen Standard, teuer und unflexibel sind. Dies betrifft vor allem die geringe Reichweite und die Ladezeit der Batterie. Dazu kommt, dass der benötigte Strom noch nicht klimaneutral erzeugt werden kann. Zwar steige die Nachfrage und andere Länder bemühen sich, Elektrofahrzeuge und die damit verbundene Technologie so weiterzuentwickeln, dass sie eine echte Alternative darstellen, aber bis 2030 scheint sich keine Trendwende abzuzeichnen. Zwar ist es das erklärte Ziel der Politik, die „Klima-Wende“ zu schaffen, aber wie genau dies erreicht werden kann und ob der Verbraucher, also wir alle, mitziehen, muss offengelassen werden. Vorstellbar wäre eine Zukunft, in der jene Idee der Elektromobilität verwirklicht wird, die man sich heute erträumt. Wohin aber die Reise letztlich geht, das kann niemand beantworten. Zu viele Faktoren müssen berücksichtigt werden. Dennoch, so der Vortragende, scheint es realistisch anzunehmen, dass ab 2030 Verbrennungsmotoren eine Randerscheinung sein werden und sich die neuen Technologien verfestigen und durchsetzen.
Die Zeit dorthin scheint erst einmal lang, aber schon heute gilt es, sich Zusatz-Qualifikationen zu erwerben, um beruflichen Erfolg zu haben. Die Carl-Benz-Schule Gaggenau bietet, so die Schulleitung, seit Jahren engagierten Menschen mit abgeschlossener Berufsausbildung diesbezüglich Weiterbildungsmöglichkeiten an. Aktuell wird an der Schule ein E-Mobilitäts-Labor eingerichtet, um die Themenfelder, die sich mit der Elektro-Mobilität ergeben, umzusetzen. Damit bietet die Carl-Benz-Schule Gaggenau – einmalig in der Region – Elektromobilität als Unterrichtsfach im Bereich Techniker und KFZ-Technik an. Dies betrifft auch Industrie 4.0. Anschaulich konnten Interessierte erleben, was auf sie zukommt in Bezug auf Produktion, Fertigung und Verzahnung von Informatik und Mechanik.
Viele hatten die Chance genutzt, sich über die Möglichkeiten und Anforderungen zu informieren und haben damit die Möglichkeit wahrgenommen, einen ersten, aber entscheidenden Schritt in Richtung Zukunft zu wagen. 

10.12.2017 | Gaggenau | Abschlussfeier Berufsschule

"Heute für das Morgen gerüstet sein"

10.12.2017 | Gaggenau | BFPE

Interaktives Theaterstück an der CBS: "Gewalt gegen Mädchen und Frauen im Kontext von Flucht" in Kooperation mit Terre des Femmes Yaesmin und Mensch: Theater!

Einen besonderen Schultag erlebten am Freitagvormittag, den 8. Dezember 2017,  rund 60 Schülerinnen und Schüler der BFPE der Carl-Benz-Schule in Gaggenau. Das Theaterprojekt „Mein Weg. Mein Glück. Mein Ziel!“, gastierte in der Schule, um mit den Schülerinnen und Schülern das Thema „Gewalt gegen Mädchen und Frauen im Kontext von Flucht“ in einem interaktiven Theaterstück zu diskutieren.
Das Projekt ist eine Kooperation der Frauenrechtsorganisation „Terre des Femmes e.V.“, der Beratungsstelle „Yasemin“ und der mobilen Theaterbühne „Mensch: Theater!“ und wird vom Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg finanziell unterstützt. Die Schüler und Schülerinnen setzten sich schon während des Stücks mit dem Thema Gleichberechtigung, Gewalt im Namen der Ehre sowie Vorurteile auseinander und vertieften das Gesehene anschließend in theaterpädagogischen Workshops. Die verschiedenen Szenen, die alle aus dem Alltag einer geflüchteten Familie erzählten, wurden vom Ensemble kurz gespielt und danach direkt mit den Jugendlichen besprochen. So konnten sie in das Geschehen eingreifen und Handlungsvorschläge machen, wie eine Situation entschärft oder zu einem anderen Ende kommen könnte.
„Es war toll, dass wir diskutiert haben“, meinte ein Schüler nach der Aufführung. Und mehrere Schüler trauten sich sogar auf die Bühne um eine Szene so zu spielen, dass ein anderes Ende möglich war.
„Terre des Femmes e.V.“ und die Beratungsstelle „Yasemin“ informierten mit einem Infostand über Hilfs- und Beratungsmöglichkeiten für Jugendliche, die von Gewalt im Namen der Ehre betroffen sind. Sie diskutierten mit den Schülerinnen und Schülern über Tradition, Menschenrechte und die Möglichkeit ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Während den Workshops für die Schülerinnen und Schüler hatten die Lehrkräfte Gelegenheit, zu einem Informationsgespräch. Das Theaterprojekt wird bis Januar 2018 an insgesamt zehn Schulen in ganz Baden-Württemberg aufgeführt.

03.12.2017 | Karlsruhe | Berufsschule

Ausgezeichnete Schülerinnen und Schüler der CBS Gaggenau

IHK ehrt ihre jahresbesten Auszubildende

In einem Festakt wurden November 2017 die 249 besten Absolventinnen und Absolventen von über 4.800 Auszubildenden, die an den Winter- und Sommerprüfungen 2016/17 der Industrie- und Handelskammer Karlsruhe teilgenommen haben, geehrt. Von der Carl-Benz-Schule Gaggenau wurden an diesem Abend 14 Schülerinnen und Schüler für ihre hervorragenden Leistungen ausgezeichnet.
IHK-Präsident Wolfgang Grenke gratulierte in seiner Rede mit den Worten: „Ihnen als Prüfungsbeste stehen nun alle Türen offen und Sie haben den Weg in eine erfolgreiche berufliche Zukunft geebnet. Die duale Ausbildung bildet junge Menschen am konkreten Bedarf der Wirtschaft aus und ist ein Grund für die niedrige Jugendarbeitslosigkeit in unserer Region. Nach der Ausbildung wird die Mehrzahl der Absolventen direkt in ein Beschäftigungsverhältnis übernommen, denn die Wirtschaft sucht dringend gut ausgebildete Fachkräfte wie Sie.“ Digitalisierung wird die Berufe, Arbeitsprozesse und Strukturen in der Wirtschaft verändern. Der Erwerb von Fähigkeiten und Kompetenzen, lebenslanges Lernen und die Bereitschaft, sich den Herausforderungen zu stellen, wird immer wichtiger.
Obwohl Fachkräftemangel und Digitalisierung zu den größten Herausforderungen der Wirtschaft gehören, konnten in diesem Jahr nicht alle Unternehmen im Bezirk der IHK Karlsruhe ihre freien Ausbildungsplätze besetzen.
Die Übergabe der Preise und Urkunden durch IHK-Präsident Wolfgang Grenke und Alfons Moritz, dem stellvertretenden IHK-Hauptgeschäftsführer und Geschäftsbereichsleiter der Aus- und Weiterbildung, bildete den Höhepunkt dieses Festaktes. Moderiert wurde er durch Stefan Wirkus, der die rund 1.000 Gäste in der Gartenhalle der KMK am Festplatz Karlsruhe mit spontanen Karikaturen begeisterte. Die Band „ira’s world“ sorgte für den musikalischen Rahmen der Festveranstaltung, bei der auch die besten Weiterbildungsabsolventen der Sommerprüfungen 2017 geehrt wurden.


Zu den 14 Schülerinnen und Schülern der Carl-Benz-Schule Gaggenau, die für ihre hervorragenden Leistungen ausgezeichnet wurden gehören:
Thomas Siegbert Föry, Industriemechaniker

Carmen Aichele, Zerspanungsmechanikerin

David Bisch, Werkzeugmechaniker

Alfred Flaum, Zerspanungsmechaniker

Claudio Lucchese, Mechatroniker

Nico van Himbergen, Werkzeugmechaniker

Julien Vogt, Stanz- und Umformmechaniker

Thomas Bleich, Industriemechaniker

Stefan Elser, Mechatroniker

Timo Föry, Industriemechaniker

Robin Müller, Industriemechaniker

Rafael Nöhre, Mechatroniker

Saskia Velec, Mechatronikerir

Jochen Weidig, Zerspanungsmechaniker

17.11.2017 | Gaggenau | E-Mobilität

Elektromobilität & neue Bildungswege: Informationsveranstaltung mit Fachvortrag

Dienstag, 05.12.2017, Carl-Benz-Schule Gaggenau, 18 Uhr

Der Erwerb von Zusatz-Qualifikationen ist ein wichtiger Baustein zum beruflichen Erfolg. Die Carl-Benz-Schule Gaggenau bietet seit Jahren engagierten und dynamischen Menschen mit abgeschlossener Berufsausbildung verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten an. Aktuell wird an der Schule ein E-Mobilitäts-Labor eingerichtet, um die Themenfelder, die sich mit der Elektro-Mobilität ergeben, umzusetzen. Damit bietet unsere Schule - einmalig in der Region - Elektromobilität als Unterrichtsfach im Bereich Techniker und KFZ-Technik.
Drei Schulformen werden an unserem Info-Abend vorgestellt:

•    Fachschule für Technik zum staatlich geprüften Techniker
•    Bachelor Plus: Duales Studium im Bereich KFZ
•    Einjähriges Berufskolleg zum Erwerb der Fachhochschulreife.

Im Rahmen der Veranstaltung informieren wir Sie – neben dem Thema Elektromobilität - über unsere Schule und ausgewählte Themen des Unterrichts: Schulung für Industrie 4.0, CAD, Programmierung von Robotern usw. Es besteht die Möglichkeit, mit den jeweiligen Fachlehrern zu sprechen.
Der Fachvortrag zum Thema Elektromobilität wird von Dr. Uwe Maier, Leiter Brennstoffzelle, der Firma ElringKlinger AG (Dettingen/Erms), gehalten.


Nutzen Sie die Chance, sich über diese Abschlüsse zu informieren. Nehmen sie die Möglichkeit wahr, einen ersten, aber entscheidenden Schritt in Richtung Zukunft zu wagen.
Gerne laden wir Sie zu dieser Informationsveranstaltung ein und freuen uns über Ihre Anwesenheit!
Weitere Informationen entnehmen Sie bitte unserer Homepage oder rufen Sie uns an!

 

01.11.2017 | Gaggenau | E-Mobilität, Singapur

Internationales E-Mobilitäts-Projekt: Vom 50ccm Roller zum Elektrofahrzeug

Die Aufgabe ist herausfordernd und motivierend zugleich! Im Herbst 2018 sollte die Kooperation zwischen der Carl-Benz-Schule in Gaggenau und dem Institute of Technical Education in Singapur ein gemeinsames Praxisprojekt unter dem Stern der weltweit fortschreitenden Elektromobilität in Angriff nehmen.
Neben der Elektromobilität standen die Motive Umweltschutz und Nachhaltigkeit im Vordergrund. Hierzu wurde ein schrottreifer 2-Takt Roller recycelt, an dessen Ende ein schneller und emmisionsfreier Elektroflitzer vor den Schülern stand, der über die schuleigene Solartankstelle geladen wird.

Im ersten Schritt wurden die zulassungsrelevanten Sicherheitsvorschriften erörtert und entsprechend der gewünschten Fahrleistungen Kernbaugruppen wie Elektromotor, Batterie und Steuerungstechnik ausgewählt und von den Schülern beschafft.
Im Team von 8 Schülern wurde der 50ccm Roller zunächst von allen konventionellen Antriebsteilen befreit. Auspuff, Motor, Zündanlage, Vario-Getriebe, Kraftstofftank und dergleichen wurden gereinigt und als Unterrichtsmaterial für Lehrer weiterverwendet.


Anschließend erörterten die Schüler, wie die angeschafften elektronischen Baugruppen in das Package (Platzaufteilung) des Scooters konstruiert werden sollen. Hierzu wurden Halterungen, Abdeckungen und Montagepunkte von den Schülern selbst entworfen und produziert.
Der letzte Schritt stellte die Elektrifizierung des Zweirades mittels der Baugruppen dar. Nach einigen Überstunden stand nun ein Elektroscooter vor den Schülern, welcher in seinen Fahrleistungen einem klassischen Motorroller in nichts nachsteht. Die ersten Tests ließen erkennen, dass nicht nur der Energieverbrauch um 80% gesunken war, sondern auch die Beschleunigungswerte des Elektrorollers besser als die seines Verbrennerpendants sind.

In den kommenden Tagen wird der Umbau der Antriebsart von der Zulassungsstelle begutachtet, und unser Elektro-Roller wird in Zukunft durch Sonnenenergie vollständig emmisionsfrei durch Gaggenau rollen.

02.10.2017 | Vantaa | Erasmus+

FIN-D 2017: Schüleraustausch mit Finnland

FIN-D 2017 steht für den diesjährigen Schüleraustausch zwischen der finnischen Berufsschule VARIA in Vantaa und der Carl-Benz-Schule Gaggenau.


Wieder einmal waren acht Schülerinnen und Schüler der Carl-Benz-Schule in Vantaa, Finnland, und wagten den Blick über den eigenen „Schultellerrand“. Nachdem der finnische Lehrer Mauri Immonen, Mann der ersten Stunde, der über viele Jahre finnische Stütze des Austauschprogramms war, nun im Ruhestand ist, fand der diesjährige Austausch auf finnischer Seite mit einem neuen Team statt. Dabei hat die Zusammenarbeit auf Anhieb bestens geklappt. Wie jedes Jahr stand die Begegnung der deutschen und finnischen Berufsschüler im Zentrum. Je ein deutsch – finnisches Duo fertigte dabei eine mechanische Projektarbeit an, die unter dem Motto „Transformation“ stand. Ideen wie die einer Mini-Hebebühne, einer Wasserturbine, eines Handhabungsgeräts und mehrerer Flugobjekte wurden dabei umgesetzt. Besichtigungen anderer Schulabteilungen sowie mehrere Firmenbesichtigungen rundeten das offizielle Programm ab. In der Freizeit gab es für die Schülerinnen und Schüler in Vantaa und Helsinki viel zu entdecken.
Auch wenn es heutzutage vergleichsweise einfach ist, eine bestimmte Zeit im Land der Wahl zu verbringen, können Erfahrungen dieser Art während eines Urlaubs kaum gemacht werden. Ein Schüleraustausch verschafft Einblicke in das Alltagsleben der Menschen in einem anderen Land. Das öffnet den eigenen Blick nochmal auf besondere Weise.
Nicht nur die Lehrer zeigten sich zufrieden, auch durch die Rückmeldungen der Schülerinnen und Schüler wurde deutlich, dass sich der Aufwand mehr als gelohnt hat.

12.08.2017 | Gaggenau | Elektromobiltät, Fachschule

Mit Strom so richtig Gas geben

Signal aus Stuttgart: Carl-Benz-Schule auf dem Weg zur Fachschule für Elektromobilität  

(Quelle: BT vom 12.8.2017)

Die Carl-Benz-Schule hat sehr gute Chancen, ihre Fachrichtung Kraftfahrzeugtechnik mit einem Schwerpunkt Elektromobilität ab dem Schuljahr 2018/19 weiter zu entwickeln. Dies meldet die Landtagsabgeordnete Sylvia Felder (CDU). Schulleiter Volker Bachura ist erfreut: Man sei bei der Abstimmung über die Lehrplaninhalte für den Schulversuch "Fachschule für Elektromobilität" mit dem Kultusministerium und dem Regierungspräsidium auf einem sehr guten Weg.

 

"Das Kultusministerium Baden-Württemberg unterstützt die Weiterentwicklung der bestehenden Fachrichtungen Kraftfahrzeugtechnik hinsichtlich Elektromobilität an der Gaggenauer Carl-Benz-Schule", berichtet Felder. Dies gehe aus einem an sie adressierten Schreiben von Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) hervor. In dem persönlichen Schreiben gehe die Kultusministerin davon aus, dass ein entsprechender Schulversuch zum Schuljahr 2018/19 genehmigt werden könnte. Die Fachbehörden hätten sich bei einer Dienstbesprechung im Kultusministerium auf eine entsprechende Schwerpunktbildung ausgesprochen.

 

"Unsere Region ist ein wichtiger Standort der Automobilindustrie; um nicht von künftigen Entwicklungen im E-Mobilitäts-Bereich abgeschnitten zu werden, muss sich auch das berufliche Bildungssystem diesem Zukunftsthema annehmen", führt Felder aus. Die Abgeordnete aus Gernsbach ist Mitglied im Bildungsausschuss des baden-württembergischen Landtags.

Die Überlegungen der Carl-Benz-Schule, den Ausbildungsgang Kraftfahrzeugtechnik weiterzuentwickeln, gingen deshalb in die richtige Richtung, so die Landtagsabgeordnete, die sich an die Kultusministerin gewandt und um Unterstützung gebeten hatte. Das Signal sei positiv für die Schule, die Stadt Gaggenau und den Bildungs- und Wirtschaftsraum Rastatt.

 

"An unserer Schule gibt es seit 2009 Anstrengungen, in den Bereich Alternative Antriebskonzepte neue Wege zu gehen", berichtet Leiter Volker Bachura auf Anfrage des Badischen Tagblatts, "neben der Umrüstung von Fahrzeugen auf LPG-Gas war dabei das Thema Elektromobilität an vorderster Stelle."

Am Anfang stand die Entwicklung eines E-Buggys innerhalb mehrerer Technikerarbeiten. Gleichzeitig war man mit der Ausbildungsleitung von Daimler Rastatt und der IHK Karlsruhe in der Lage, seit 2009 in einer Zusatzqualifikation für Auszubildende aus dem Konzern die Inhalte der Elektromobilität zu vermitteln.

 

Das Thema Hochvoltaik und E-Mobilität hielt nach einigen Jahren auch in den Lehrplänen des Kraftfahrzeugmechatronikers Einzug. In der Folge hatten Auszubildende einen Smart for Two zum alltagstauglichen Elektro-Fahrzeug umgebaut. Seit einiger Zeit befindet sich das Fahrzeug im Fuhrpark des Landratsamts im Vergleichstest zu den beiden geleasten E-Smarts.

"Die Schüler kamen ganz schnell zur Frage hinsichtlich der Lademöglichkeiten", berichtet Bachura weiter. Aufbauend auf das Schülerinteresse wurde 2011 eine Elektro-Tankstelle auf dem Schulgelände im Rahmen eines Schulprojekts initiiert. Diese wird durch nachgeführte Solarmodule gespeist.

 

Durch die Unterstützung der Stadtwerke kann dort kostenlos getankt werden. Die Resonanz ist bislang verhalten. Bachura: "Verblüffend ist die aktuelle Bilanz, dass circa doppelt so viel Sonnenenergie durch die Module auf der E-Tankstelle erwirtschaftet wird als durch das Tanken der Fahrzeuge entnommen wurden."

Bislang umfangreichstes Projekt ist der Umbau eines Smart-Roadster im Rahmen von mehreren Technikerarbeiten. "Wir fahren mit zwei großen Elektromotoren an der Hinterachse - ein Motor je Rad. So entfallen viele mechanische Bauteile, wie zum Beispiel das Getriebe und das Differential", erläutert Bachura.

 

Aktuell richtet die Schule mit Unterstützung des Schulträgers, Landkreis Rastatt, acht Schülerarbeitsplätze im Bereich Hochvolttechnik ein.